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Die neue Herausforderung für Kliniken


IT-Infrastruktur für digitale Patientendaten


[19.01.10] Die zunehmende Digitalisierung von Patientendaten stellt Kliniken und Klinikverbunde vor neue Herausforderungen. Das klinische Informationssystem (KIS) muss um Software erweitert werden, die es ermöglicht, radiologische Aufnahmen sinnvoll zu strukturieren und zu speichern (PACS). Doch auch die Basis für die Übertragung der Daten – die IT-Infrastruktur – muss den wachsenden Datenmengen gerecht werden. Die Allgäuer Kliniken Kempten, Oberstdorf, Immenstadt und Sonthofen haben sich daher für eine Standortvernetzung durch Richtfunk und ein neues, modulares Rechenzentrum entschieden. Damit sparen sich die Kliniken die Kosten der monatlichen Standleitungen ein und sichern die Speicherung der Patientendaten an einem zentralen Ort.

Richtfunkschüssel
Richtfunkschüssel
Gemeinsam mit dem Klinikum Kempten übernehmen die Oberallgäuer Kliniken Oberstdorf, Immenstadt und Sonthofen die gesundheitliche Versorgung der Patienten aus der Region. Gerade in der Notfalldiagnostik arbeiten sie eng zusammen und schicken z. B. Röntgenaufnahmen der Bauchchirurgie zur Diagnose an die zuständigen Fachärzte nach Kempten. „Die Übertragung von CT-Aufnahmen konnte auf Grund der niedrigen Bandbreiten bisher gut eine Stunde in Anspruch nehmen“ so Dr. Epple vom Klinikum Kempten. Daher musste die Geschwindigkeit der Übertragung gerade digitaler Daten zwischen den Standorten gesteigert werden. Das bedeutet im Klartext: Mehr Bandbreite.

Bandbreitenerhöhung - Standleitung oder Richtfunk?


Serverschrank
Serverschrank

Um die Bandbreiten zu erhöhen, werden meist zusätzliche Standleitungen angemietet. Doch angesichts der immer knapper werdenden Budgets vor allem im Gesundheitswesen, stellt dies eine große Herausforderung für Kliniken dar. „Bei einer Erhöhung unserer Übertragungsraten von zwei auf zehn Mbit/s würden in

Richtfunk-System für die Übertragung digitaler Patientendaten zwischen Klinik-Standorten acht Jahren knapp 543.800,00 Euro Kosten anfallen“, erzählt Andreas Ruland, Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu. Die Alternative war Richtfunk. Diese Technologie bietet die optimalen Vorraussetzungen, denn durch die Übertragung der Daten durch die Luft lassen sich nicht nur die monatlichen Standleitungskosten einsparen, sondern auch wesentlich höhere Übertragungsraten von bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde erzielen. Die Übertragung ist extrem schnell und sicher und hält sogar widrigsten Wetterverhältnissen stand. Richtfunksysteme amortisieren sich in der Regel bereits nach einem Jahr und im Gegensatz zu Standleitungen fallen nach der Installation keine weiteren Kosten an.

Speicherung digitaler Patientendaten

Im 24-Stunden-Betrieb eines Krankenhauses muss aber nicht nur die Übertragung jederzeit einwandfrei funktionieren, sondern auch die Speicherung und der Zugriff auf die Patientendaten. Zentral werden diese daher von allen Kliniken im Rechenzentrum in Kempten abgelegt. „Im Jahr 2000 waren es noch 15 Server, die wir benötigten, mittlerweile sind es 100 und es werden ständig mehr“, so Sadik Suda, IT-Mitarbeiter vom Kemptener Klinikum. Mit dem neuen RimatriX5 Rechenzentrums-Konzept setzen die Kliniken jetzt auf mehr Performance. Das System ist modular aufgebaut und kann jederzeit erweitert und an steigende Anforderungen angepasst werden. Die Kühlung erfolgt über ein innovatives Luft-Wasser-Wärmetauschsystem im Serverschrank, das für einen optimalen Abtransport der produzierten Wärme sorgt. Damit wird einer ungewollten Hitzeentwicklung entgegengewirkt und Datenverlust vermeidet. Außerdem setzt das neue Rechenzentrum auch unter ökologischen Gesichtspunkten Maßstäbe, denn die produzierte Wärme der Server kann direkt in den Heizkreislauf des Klinikums eingespeist werden. So lässt sich nicht nur eine sichere, zentrale Speicherung der Patientendaten gewährleisten sondern auch noch Kosten sparen.

Durch die Kombination der schnellen und sicheren Datenübertragung per Richtfunk und der zentralen Speicherung und Ablage der Patientendaten im neuen Rechenzentrum, haben die Allgäuer Kliniken ihre IT-Infrastruktur für die Anforderungen der Zukunft gerüstet.

Egal ob im Rahmen der Einführung einer PACS-Software oder digitaler Patientenkarten. Die SCALTEL AG hilft, diese neuen Herausforderungen zu meistern.


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