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Finanzämter Bayern


Fiber to the desk - Glasklare Kommunikation in bayerischen Finanzämtern


Im Rahmen des Projektes BAVARIA wurde von SCALTEL die Vernetzung der Finanzämter Füssen, Immenstadt, Kempten, Mindelheim und Neu-Ulm realisiert.

Finanzamt Kempten
Finanzamt Kempten
Die Besonderheit der in die Objekte einzubringen - den kommunikationstechnischen Infrastrukturen lag in der Erschließung fast aller Arbeitsplätze über Glasfasern.

Hintergrund

Die Installation von adäquaten Verkabelungsstrukturen in unterschiedlichsten Bauten -  vom denkmalgeschützten Bauwerk bis zum modernen Neubau - galt es termingerecht, wirtschaftlich und so kostengünstig wie möglich sicherzustellen.


Hr. Gnadl u. Hr. Kettner
Hr. Gnadl u. Hr. Kettner
Diese daraus resultierenden und von der Oberfinanzdirektion München und Nürnberg federführend  betreuten BAVARIA-Planungsrichtlinien wurden an die für die technische Realisierung verantwortlichen Institutionen verteilt.

Für die Bauleitung bzw. Überwachung der o. g. Liegenschaften arbeitetete [logo] hierbei sehr eng mit dem Ingenieurbüro IBW und den Staatlichen Hochbauämtern Kempten und Krumbach zusammen.
Die Besonderheit der in die Objekte einzubringenden kommunikationstechnischen Infrastrukturen lag in der Erschließung fast aller Arbeitsplätze über Glasfasern.

Lösung
Die generelle Entscheidung, Glasfasernetze zu realisieren, wurde schon früh getroffen. Folgende Aspekte gaben den Ausschlag für eine positive Entscheidung zum Einsatz von LWL-Netzen:

- Minimierung der Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Trassen für die vertikalen und
  horizontalen Kabelwege
- Optimierung der "Costs of Ownership" im Infrastrukturbereich durch die Minimierung der
  Administration in Folge der Realisierung einer SPA-Struktur (Single Point of Administration
- Verzicht auf kostenintensive Erstellung von zu kühlenden denzentralen Technikräumen für
  Standschränke mit 19"-Einbautechnik durch den Einsatz von kleinen Wandschränken als
  reine passive Spleißverteiler für die einzelnen Versorgungsbereiche


Verteilerschränke
Verteilerschränke
Verkabelung
Durch das sehr große Bandbreitenlängenprodukt kann bei der Gebäudeverkabelung
mit Glasfasern, wie bereits erwähnt, auf die aufwendigen Etagenverteiler als Standschränke
in 19"-Technik verzichtet werden. Aus praktischen Gründen wurden aber in Netzen mittlerer Ausdehnung passive Kleinverteiler in Wandmontage vorgesehen. Auf diese Weise lassen
sich die für jede Trassensituation optimalen Kabeltypen einsetzen.

Im Primär-/Sekundärbereich wurden zwischen dem zentralen Rechner-Raum (RV-Raum) und den Etagenverteilern hochfasrige Stammkabel installiert. Es ergaben sich somit in den Steigzonen keine unübersichtlichen Kabelbündel, die viel kostbaren Platz rauben würden.

Im Tertiärbereich wurden zwischen den Etagenverteilern und den Anschluss-dosen in den Büroräumen hochwertige Breakoutkabel mit losen Fasern bzw. Kompaktadern der Firma Leoni verlegt. Die leicht abzumantelnde Faser ist wichtig für problemlose Spleißverbindungen in den Etagenverteilern.


Gigabit Ethernet Switch
Gigabit Ethernet Switch
Neben den mechanischen Eigenschaften sind die Brandeigenschaften der Kabel für deren Auswahl wichtig. Die verwendeten Kabeltypen erfüllen alle gängigen Brandnormen.

Im RV-Raum enden die Bündeladerkabel in modularen Glasfaserverteilsystemen mit Duplex-SC-Steckverbindern, die eine optimale Synthese aus Steckerdichte, Zugänglichkeit und Übersichtlichkeit darstellen. Die guten Handlingseigenschaften des SC-Steckers ermöglichen im Falle eines Falles ein einfaches Umkonfigurieren.

In den Büroräumen enden die Breakoutkabel ebenfalls auf Duplex-SC-Steckern, die vor Ort montiert wurden. Hierbei verwendeten wir ausschließlich die Steckverbinder des Herstellers Huber & Suhner. Diese werden dann auf die Buchsen der Mini-Hubs oder der LWL-Anschlußdosen gesteckt.

Die aktive Netzwerktechnik
Nicht zuletzt unter dem Aspekt, ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erhalten, wurde eine Lösung zur Aktivierung der Netzwerke realisiert, die zentral in den Rechner-Räumen modulare Netzwerkkonzentratoren beherbergen.

In allen Finanzämtern installierte SCALTEL die Chassis-Systeme des Herstellers "Enterasys" (Cabletron). Die primären Forderungen, die an den Switch gestellt wurden, lassen sich wie folgt kurz zusammenfassen:

- Hohe Leistungsfähigkeit im Backplanebereich
-Große Ausfallsicherheit
- Geringer Administrationsaufwand

Über die Struktur des auf einen Punkt konzentrierten Glasfasernetzes in Verbindung mit einem LAN-Switch und der Möglichkeit virtuelle LANs (VLANs) bis auf IP-Adress-Ebene zu bilden, lassen sich die Betriebskosten von vorne herein minimieren. Auch die Forderung
der Datensicherheit lässt sich erfüllen.

Gerade Konfigurationstätigkeiten bei Umzügen von Mitarbeitern der Finanzämter innerhalb des Gebäudes können damit quasi auf Null reduziert werden. Der Administrator muß den betroffenen Endgeräten keine neuen Netzwerkadressen und Subnetzmasken zuweisen, wie dies in einem mit Routern ausgestatteten Netzwerk notwendig ist.

Mit der LAN-Switching-Technologie und der VLAN-Funktionalität werden die Vorteile von Bridges und Routern vereint. Endgeräte lassen sich beliebig im Netzwerk positionieren, hinzufügen oder entfernen. Dennoch bietet das Netz den Vorteil der Systemtrennung und der Strukturierung, ohne dabei die Datendurchsatzprobleme und den hohen Konfigurationsaufwand von Routern hinnehmen zu müssen.

Durch die modulare Bauweise der Konzentratoren lassen sich künftige Technologien z. B. 10 Gbit/s Ethernet problemlos integrieren. Diese Flexibilität und die sichere Basis der Glasfasernetze bieten in Kombination eine zukunftssichere und wirtschaftliche Gesamtlösung.


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