Die SCALTEL AG installerte in Elmau ein Funksystem für die Bildübertragung der Überwachungskameras.

 

SCALTEL - Funksystem für G7-Gipfel

Elmau, 06.06.2015 | Die SCALTEL AG hat im Auftrag der Polizei rund um das Tagungshotel des G7-Gipfels in Elmau ein Funksystem für die Bildübertragung der Überwachungskameras installiert.

Für das Treffen der führenden Industrienationen im oberbayerischen Elmau hat SCALTEL spezielle Funksysteme für die Bildfunküberwachung installiert. Über dieses System wurden die Video-Aufzeichnungen von etwa 50 Kameras zur Einsatzzentrale der Polizei nach Garmisch-Partenkirchen geleitet.

Richtfunk als günstige Alternative zum Glasfaserkabel
Um die Datenmengen der Videobilder sicher und schnell zu transportieren, werden normalerweise Glasfaserkabel verwendet. Diese Leitungen waren aber im abgelegenen Elmau nicht vorhanden. Der Aufbau eines neuen Glasfaserkabelnetzes zu allen Kamera-Standorten wäre zu teuer und zeitaufwendig gewesen. Somit hat sich die bayerische Polizei dazu entschlossen die Bildübertragung per Richtfunk zu bewerkstelligen. SCALTEL war bei der Polizei bereits durch ein Richtfunk-Projekt in Nürnberg von vor zehn Jahren bekannt.

Für das Richtfunksystem des G7-Gipfels wurden verschiedene Antennen auf den Bergen ringsum den Tagungsort aufgestellt. „Per Funk werden die 50 Videostränge sternförmig zusammengeführt“, erklärt Herwig Jahn, Technischer Leiter Funklösungen bei der SCALTEL AG. Die Verbindungen sind absolut stabil, hochverfügbar und abhörsicher.

Die Datenmenge, die über das System geleitet wird, bewegt sich im Giga-Bit-Bereich. Das sind 100 Millionen Bit pro Sekunde. Dabei fällt laut Jahn eine minimale Strahlung an:„Wir strahlen in Elmau mit etwa 0,1 Watt.“ Zum Vergleich: Ein Smartphone strahlt mit zwei Watt, also dem Zwanzigfachen.

Schneller Aufbau und flexibler Einsatz der Richtfunk-Komponenten

Um das Richtfunksystem in Elmau zu installieren, waren seit Februar vier SCALTEL-Mitarbeiter vor Ort, erklärt Michael Weiß, Projektleiter für Funklösungen bei der SCALTEL AG. Bereits ein Monat vor dem G7-Treffen waren alle Komponenten fertig installiert, die anschließenden Tests funktionierten reibungslos.

Nach dem Gipfel wird das Richtfunksystem abgebaut und weiterhin von der bayerischen Polizei an einem anderen Standort eingesetzt. Durch die geringen laufenden Kosten haben sich die Kosten der Komponenten bereits nach circa einem Jahr amortisiert.

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