Deception Technology mit Fortinet: Angreifer frühzeitig entlarven
Ein Angreifer entdeckt scheinbar einen ungeschützten Server und greift zu. Tatsächlich handelt es sich um einen kontrollierten Köder. Genau dieses Prinzip nutzt Deception Technology: Statt ausschließlich auf klassische Schutzmechanismen zu vertrauen, werden realistisch wirkende Ziele im Netzwerk platziert, die Angreiferaktivitäten früh sichtbar machen.
Mit FortiDeceptor ergänzt Fortinet bestehende Sicherheitslösungen um eine aktive Verteidigungsstrategie. SCALTEL integriert die Technologie in bestehende Sicherheitsarchitekturen und verbindet sie mit dem Security Operations Center (SOC), damit sicherheitsrelevante Ereignisse schneller bewertet, priorisiert und bearbeitet werden können.
Täuschung schafft wertvolle Zeit
FortiDeceptor platziert realistische Decoys, Honeypots und Deception Tokens im Netzwerk, die für Angreifer wie produktive Systeme wirken. Greift ein Angreifer auf eines dieser Ziele zu, entsteht ein Signal mit hoher Aussagekraft. Da legitime Nutzer diese Systeme in der Regel nicht verwenden, können Fehlalarme reduziert und relevante Ereignisse schneller priorisiert werden.
Neben klassischen IT-Systemen lassen sich auch OT- und IoT-Umgebungen in Deception-Szenarien einbeziehen. Dadurch erhalten Security-Teams zusätzliche Informationen darüber, wie sich ein Angreifer bewegt, welche Ziele er auswählt und welche nächsten Schritte wahrscheinlich sind.
Lateral Movement frühzeitig erkennen
Nach einer erfolgreichen Kompromittierung versuchen Angreifer häufig, sich innerhalb des Netzwerks weiterzubewegen. Dieses sogenannte Lateral Movement bleibt oft lange unbemerkt, weil Aktivitäten mit gültigen Zugangsdaten oder scheinbar normalen Verbindungen erfolgen können.
FortiDeceptor hilft dabei, solche Bewegungen früher sichtbar zu machen. Verdächtige Zugriffe, kompromittierte Benutzerkonten, ungewöhnliche Anmeldeversuche oder Interaktionen mit Decoys können als sicherheitsrelevante Hinweise bewertet werden.
Die gewonnenen Informationen lassen sich an das SCALTEL Security Operations Center (SOC) weitergeben. Dort werden Ereignisse eingeordnet, mit weiteren Security-Daten korreliert und nach definierten Prozessen bearbeitet.
Automatisierte Reaktionen beschleunigen die Cyberabwehr
Deception Technology endet nicht bei der Erkennung. Wenn FortiDeceptor verdächtige Aktivitäten registriert, können vordefinierte Sicherheitsmaßnahmen angestoßen werden. Dazu gehören je nach Architektur und Integrationsgrad zum Beispiel Alarmierung, Priorisierung, Übergabe an Security-Systeme oder die Einbindung in die Fortinet Security Fabric.
So entsteht ein Sicherheitsansatz, der Täuschung, Automatisierung und kontinuierliche Überwachung miteinander verbindet. Angriffe werden nicht erst dann betrachtet, wenn produktive Systeme betroffen sind, sondern können bereits in einer früheren Phase sichtbar werden.
Fazit: Angreiferaktivitäten mit Deception Technology früher erkennen
Deception Technology erweitert klassische Sicherheitsmechanismen um einen aktiven Ansatz zur Angriffserkennung. Mit FortiDeceptor können verdächtige Interaktionen mit Decoys, Honeypots und Deception Tokens früh sichtbar gemacht und für die weitere Analyse genutzt werden.
In Kombination mit dem SCALTEL Security Operations Center und weiteren Cybersecurity-Technologien lassen sich diese Informationen in bestehende Security-Prozesse integrieren. Dadurch können Unternehmen verdächtige Aktivitäten früher einordnen, Angriffsbewegungen besser nachvollziehen und geeignete Reaktionsmaßnahmen gezielter einleiten.