Infrastructure-as-a-Service (IaaS): neue Wege im IT-Betrieb
Kaum eine Frage ist in Investitionsrunden so unangenehm wie die nach der richtigen Kapazität. Zu klein geplant und schon nach zwei Jahren fehlt Leistung. Zu groß geplant und teure Hardware läuft jahrelang halb ausgelastet. Beides sind Folgen desselben Problems: Klassische Beschaffung verlangt eine Prognose über fünf Jahre, während sich Anforderungen in Monaten ändern. Verbrauchsbasierte IT-Infrastruktur setzt hier an – nicht als Cloud-Ersatz, sondern als Betriebsmodell für das eigene Rechenzentrum.
Infrastructure-as-a-Service (IaaS) bezeichnet die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie Compute, Storage und Netzwerk als Service. Mit HPE GreenLake lässt sich dieses Prinzip auch im eigenen Rechenzentrum und in hybriden IT-Umgebungen umsetzen: Kapazitäten werden flexibel bereitgestellt und innerhalb des vereinbarten Modells nutzungsabhängig abgerechnet.
Die Ausgangslage: Investitionszyklen passen nicht zum Geschäft
In der Praxis führt der klassische Weg zu drei Effekten.
- Erstens werden Projekte verzögert, weil Kapazität erst beschafft werden muss.
- Zweitens werden Reserven vorgehalten, die selten gebraucht werden, aber dauerhaft Energie und Wartung kosten.
- Drittens bindet der Zyklus Kapitalmittel, die für Digitalisierung fehlen.
Gleichzeitig ist der Weg in die Public Cloud nicht für alle Workloads sinnvoll: Je nach Workload können beispielsweise Datenschutzanforderungen, Latenz, Datenhoheit oder Lizenzmodelle dafür sprechen, Systeme im eigenen Rechenzentrum oder in hybriden Umgebungen zu betreiben. Die Frage ist deshalb nicht Cloud oder nicht, sondern wie man IT-Betrieb modernisieren kann, ohne die Kontrolle abzugeben.
HPE GreenLake: Infrastructure-as-a-Service im eigenen Rechenzentrum
Genau hier setzt HPE GreenLake an. HPE GreenLake stellt Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum beziehungsweise in hybriden Umgebungen als Service bereit. Vereinbarte Kapazitäten und zusätzliche Reserven ermöglichen es, Ressourcen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die Abrechnung orientiert sich innerhalb des gewählten Modells am gemessenen Verbrauch. Compute-, Storage- und weitere Infrastrukturressourcen lassen sich dadurch flexibler skalieren, ohne dass für jede Erweiterung ein klassischer Beschaffungszyklus erforderlich ist. IT-Infrastruktur as a Service umfasst dabei typischerweise Server, Storage und Netzwerkanteile sowie das Monitoring der Kapazitätsauslastung.
Als HPE Gold Solution Provider mit den Partnerstatus Compute Gold und Hybrid Cloud Gold sowie HPE-Fachkompetenz für GreenLake unterstützt SCALTEL Unternehmen bei Architektur, Einführung und Betrieb moderner HPE-Infrastrukturen.
IaaS einfach erklärt: was sich für IT-Teams konkret ändert
Der Unterschied ist vor allem organisatorisch. Statt Kapazitätsplanung als einmaliges Ereignis zu behandeln, wird flexible Kapazitätsplanung ein laufender Prozess mit Daten:
- Wie entwickelt sich der Verbrauch?
- Wann wird die nächste Stufe nötig?
Pay-per-Use IT verschiebt außerdem den Kostencharakter von der Investition zum Betriebsaufwand, was Budgetverhandlungen verändert, denn IT-Kosten nach Verbrauch sind leichter einzelnen Projekten und Fachbereichen zuzuordnen als eine große Anschaffung.
Nutzen für Unternehmen: Flexibilität mit Kontrolle
Der klarste Vorteil ist Reaktionsgeschwindigkeit. Neue Anforderungen durch ein zusätzliches Projekt, ein Zukauf oder eine datenintensive Anwendung lassen sich innerhalb der vereinbarten Reserve abbilden, ohne Projektstopp. Zweitens verbessert sich die Wirtschaftlichkeit, weil keine Kapazität dauerhaft für Spitzen vorgehalten wird. Drittens bleibt die Datenhoheit erhalten, weil Systeme lokal betrieben werden, ein Argument, das in regulierten Branchen entscheidend ist.
In einer hybriden IT-Infrastruktur ergänzt dieses As-a-Service-Betriebsmodell klassische Cloud- und On-Premises-Modelle dort, wo Unternehmen Ressourcen flexibel skalieren und gleichzeitig Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten möchten. SCALTEL bewertet gemeinsam mit Kunden, welche Workloads und Systeme sich für welches Betriebsmodell eignen. Wo digitale Souveränität im Vordergrund steht, fließen unsere Erfahrungen mit souveränen Infrastrukturen ein. Für Einführung und laufenden Betrieb können ergänzend die SCALTEL Services eingebunden werden.