Darktrace Premier Partner: Warum SCALTEL auf KI-basiertes NDR setzt – besonders im OT-Bereich
Viele Unternehmen haben ihre IT-Sicherheitsarchitektur in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut – Firewall, Endpoint-Schutz, SIEM. Was dabei häufig fehlt, ist ein belastbarer Blick auf das, was im Netzwerk selbst passiert: lateral bewegende Angreifer, anomale Kommunikationsmuster, Geräte, die plötzlich anders agieren als zuvor. Genau diese Lücke schließt Network Detection and Response (NDR). SCALTEL hat Darktrace als Premier Partner in sein Portfolio aufgenommen – nicht als Ersatz für bestehende Lösungen, sondern als gezielte Ergänzung für die Sicherheitsbereiche, die heute noch zu oft blind sind.
Was NDR leistet – und wo klassische Security-Stacks aufhören
Endpoint Detection and Response (EDR) schützt Endgeräte. Eine Next-Generation-Firewall kontrolliert den Perimeter. Ein SIEM korreliert Logs aus verschiedenen Quellen. All das ist richtig und wichtig. Doch keines dieser Werkzeuge beantwortet die entscheidende Frage: Was passiert gerade im Netzwerkverkehr zwischen den Systemen? Network Detection and Response setzt genau hier an. Darktrace analysiert den gesamten Netzwerk-Traffic in Echtzeit, erkennt Abweichungen vom erlernten Normalverhalten und schlägt Alarm – oder reagiert automatisch – bevor ein Angriff seinen eigentlichen Schaden anrichten kann.
Laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2024 dauert es in mehr als 60 Prozent der Sicherheitsvorfälle länger als einen Monat, bis eine Kompromittierung entdeckt wird. Das ist kein Versagen einzelner Tools, sondern ein strukturelles Problem: Angreifer bewegen sich heute bevorzugt lateral im Netzwerk, nutzen legitime Protokolle und umgehen so signaturbasierte Erkennungsmethoden. NDR mit KI-Basis schließt genau diesen blinden Fleck.
Die OT-Lücke: Wo die meisten Sicherheitsarchitekturen heute noch ein Problem haben
Operational Technology – also industrielle Steuerungssysteme, SPS, SCADA und Gebäudeleittechnik – ist in vielen Unternehmen über Jahre hinweg gewachsen, ohne dass Cybersicherheit von Anfang an mitgedacht wurde. Die Folge: OT-Netzwerke sind heute häufig nur unzureichend überwacht, verfügen selten über EDR-Agenten auf den Endgeräten und sind oft mit dem IT-Netz verbunden, ohne dass diese Verbindung vollständig transparent ist.
Darktrace ist eine der wenigen Plattformen, die sowohl in klassischen IT-Umgebungen als auch in OT-Netzen funktioniert – ohne Agenten auf den Geräten installieren zu müssen. Der Sensor-basierte Ansatz analysiert den passiven Netzwerkverkehr und erkennt OT-spezifische Protokolle wie Modbus, DNP3 oder IEC 61850. Damit wird sichtbar, was Steuerungssysteme, Produktionsanlagen oder Gebäudetechnik tatsächlich im Netz tun. Das BSI schätzt im Lagebericht IT-Sicherheit in Deutschland 2023, dass kritische Infrastrukturen und industrielle Umgebungen zu den am stärksten gefährdeten Bereichen gehören – gleichzeitig haben laut einer Claroty-Studie 2024 mehr als 80 Prozent der OT-Umgebungen mindestens eine direkte Internetverbindung ohne ausreichende Segmentierung.
Warum SCALTEL Darktrace gewählt hat – und was das für Kunden bedeutet
Die Entscheidung für Darktrace als Premier Partner war für SCALTEL keine Frage des Portfolioausbaus um jeden Preis. Es geht um einen konkreten Nutzen: Viele unserer Kunden aus Mittelstand und Industrie haben in den vergangenen Jahren ihren Perimeter-Schutz erheblich gestärkt. Was wir dabei immer wieder beobachten, ist eine strukturelle Lücke im Bereich der internen Netzwerksichtbarkeit – sowohl im klassischen IT-Netz als auch im OT-Bereich. Darktrace schließt genau diese Lücke, ohne bestehende Investitionen zu entwerten oder zu ersetzen.
Darktrace ist kein Austauschpartner für eine vorhandene Lösung. Es ist eine Ergänzung: Wer bereits eine gute Security-Infrastruktur betreibt, bekommt mit NDR einen zusätzlichen Erkennnungslayer, der dort anfängt, wo andere aufhören. Für Unternehmen mit OT-Umgebungen – Fertigungsbetriebe, Versorgungsunternehmen, Gebäudetechnik – kann dieser Layer den Unterschied ausmachen zwischen einem erkannten Vorfall und einem Produktionsstillstand.
Als Premier Partner hat SCALTEL nachgewiesen, dass das Team sowohl vertrieblich als auch technisch tief in der Darktrace-Plattform ausgebildet ist. Das bedeutet für Kunden: fundierte Beratung, saubere Einführung und ein Betriebsmodell, das langfristig funktioniert – auf Wunsch auch als Teil eines Managed SOC.
Darktrace in der Praxis: Was die Plattform konkret erkennt
Darktrace nutzt einen selbstlernenden KI-Ansatz, der für jedes Gerät, jeden Nutzer und jede Verbindung im Netzwerk ein individuelles Normalverhalten erlernt. Abweichungen werden nicht gegen eine statische Signatur-Datenbank geprüft, sondern gegen das spezifische Verhalten dieses Systems in diesem Netz. Das macht die Erkennung von Zero-Day-Angriffen, Insider-Bedrohungen und Supply-Chain-Kompromittierungen deutlich robuster als regelbasierte Ansätze.
Darktrace DETECT erkennt Anomalien in Echtzeit. Darktrace RESPOND kann – im konfigurierten Rahmen – automatisch reagieren: eine verdächtige Verbindung unterbrechen, ein Gerät isolieren oder einen Prozess verlangsamen, ohne den gesamten Betrieb zu stoppen. Darktrace PREVENT ergänzt das Bild um eine kontinuierliche Angriffssimulation gegen die eigene Infrastruktur. Nach einer Darktrace-internen Analyse erkennt die Plattform in produktiven Umgebungen im Durchschnitt mehr als 40 sicherheitsrelevante Anomalien pro Woche, die zuvor unentdeckt blieben.
Nächste Schritte: Sichtbarkeit schaffen, bevor es zu spät ist
Die gute Nachricht: NDR ist kein Großprojekt. Eine Darktrace-Einführung beginnt mit einem Proof of Value – einer zeitlich begrenzten Beobachtungsphase, in der die Plattform im passiven Modus das Netzwerk analysiert und die ersten Erkenntnisse liefert. Viele Kunden sehen bereits in dieser Phase, was in ihrem Netz bisher unsichtbar war. Das schafft die Grundlage für eine fundierte Entscheidung und eine saubere, schrittweise Einführung.
SCALTEL begleitet den gesamten Prozess: von der initialen Bestandsaufnahme über die technische Integration bis zum laufenden Betrieb. Für Unternehmen mit OT-Umgebungen empfehlen wir grundsätzlich eine gemeinsame Betrachtung von IT- und OT-Netzwerk, da Angriffe heute selten an der Segmentierungsgrenze haltmachen. Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen, die Lücken zu finden, bevor andere es tun.